Psychoonkologie
Frauen, mit einer Brustkrebsdiagnose, erleben eine Vielzahl von psychischen Belastungen, sowohl vor, während und nach der Behandlung. Diese psychischen Probleme können in ihrer Intensität und Dauer sehr unterschiedlich sein, hängen aber oft mit der existenziellen Lebensbedrohung durch die Krankheit, körperlichen Veränderungen und Eingriffen und sozialen Auswirkungen zusammen.
Nach der Diagnose:
1. Akute Angst und Schockreaktion
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Plötzliche Konfrontation mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung
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Häufige Symptome: Schlaflosigkeit, Unruhe, Weinkrämpfe, Angst-Panikattacken, Magen-Darmprobleme, Herzschmerzen, etc.
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Angst vor Tod, Schmerzen, Operation, Verlust der Brust, Kinder, die ohne Mutter aufwachsen müssen
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Das Aufwachsen der Kinder nicht miterleben zu können
2. Depressive Reaktionen
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Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit.
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Grübeln über den Sinn des Lebens, Schuldgefühle („Warum ich?“).
3. Identitätskrise
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Das Selbstbild als „gesunde Frau und Mutter“ wird massiv erschüttert.
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Fragen nach Weiblichkeit, Attraktivität und Lebensperspektive
Während der Behandlung (z. B. OP, Chemotherapie, Bestrahlung):
1. Angst und Stress
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Angst vor Nebenwirkungen, Schmerzen, Nichtanschlagen der Therapie.
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Stress durch Kontrollverlust und Krankenhausaufenthalte
2. Körperbildstörung
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Verlust einer oder beider Brüste, Haarverlust durch Chemotherapie
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Scham und oder Ekel vom eigenen Körper
3. Fatigue-Syndrom
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Extreme körperliche und psychische Erschöpfung, die sich auf Stimmung und kognitive Funktionen auswirkt (z. B. Konzentration, Gedächtnis).
4. Isolation und soziale Rückzüge
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Rückzug aus sozialen Kontakten aus Scham oder mangelnder Energie.
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Gefühl, „anders“ zu sein oder nicht mehr dazuzugehören.
Nach der Behandlung (Nachsorge, Remission):
1. Angst vor Rückfall (Rezidivangst)
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Ständige Ängste, dass der Krebs zurückkommt.
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Schuldgefühle, selbst verantwortlich zu sein, wegen ungesunder Lebensweise
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Besonders stark vor Kontrolluntersuchungen oder bei körperlichen Symptomen
2. Posttraumatische Belastungssymptome (PTBS-ähnlich)
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Flashbacks, Vermeidungsverhalten, emotionale Taubheit.
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Die Diagnosestellung und Behandlung können als traumatisches Ereignis erlebt werden
3. Depression
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Nach dem „Funktionieren-Müssen“ während der Therapie fallen einige Frauen in ein emotionales Loch
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Verlorenes Vertrauen und Kontrollverlust über den Körper oder Zukunftsperspektiven
4. Partnerschafts- und Sexualitätsprobleme
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Schwierigkeiten mit Sexualität und Intimität, Scham, geringer Selbstwert
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Angst vor Ablehnung, Schmerzen oder Desinteresse am Sex
Besondere Risikofaktoren für psychische Belastungen:
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geringeres Alter bei Diagnosestellung
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Keine stabile Beziehungen oder soziale Unterstützung
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Bereits bestehende psychische Erkrankungen
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Unzureichende Kommunikation mit Ärzten aus Zeitmangel
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Stigmatisierung der Krankheit
Was wünschen sich Frauen mit der Diagnose Brustkrebs?
1. Emotionale Sicherheit und einen „Raum zum Reden“
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Endlich offen über Ängste, Schmerz, Wut, Trauer sprechen dürfen
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„Ich will nicht immer die Starke sein müssen.“
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Frauen möchten gehört und verstanden werden – ohne Bewertung
2. Umgang mit Angst und Unsicherheit
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Strategien zur erlernen zur Bewältigung von Ängsten und Kontrollverlust
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Angst darf sein, soll aber nicht das Leben bestimmen
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Viele suchen nach Werkzeugen, wie Atemübungen, Achtsamkeit, Imaginationsmethoden
3. Unterstützung beim Verarbeiten der Erkrankung
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Hilfe erhalten, um das Geschehene zu begreifen und in das eigene Leben zu integrieren
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Die Krankheit einordnen zu können – statt von ihr überwältigt zu werden
4. Wiederaufbau eines gesunden Selbstwertgefühles und Körperbild
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Unterstützung beim Umgang mit dem veränderten Aussehen (z. B. Narben, Haarverlust, Brustamputation).
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um sich wieder als Frau, attraktiv und selbst bestimmt erleben und fühlen zu können
5. Hilfe bei Beziehungsthemen
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Unterstützung bei Konflikten mit Partnern, Familie oder Kindern, die durch die Krankheit ausgelöst wurden
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um Beziehungen wieder zu stärken, Nähe zulassen, Kommunikation verbessern
6. Lebenssinn und Neuorientierung
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Die Therapie darf helfen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln – z. B. „Was will ich eigentlich vom Leben?“
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Nicht nur um zu Überleben, sondern wieder wirklich Lebensfreude und Sinn finden
7. Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung nach der Therapie
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Unterstützung beim Übergang zurück in den Alltag, z. B. ins Berufsleben oder ins soziale Leben
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Viele Frauen fühlen sich nach Ende der medizinischen Behandlung allein gelassen
8. Ganzheitlichkeit und Empathie
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Nicht nur die Psyche, sondern auch der Körper, die Seele und die individuelle Lebenssituation sollen mit einbezogen werden
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Eine Therapeutin oder ein Therapeut, die/der mitfühlend ist, aber auch klar, strukturiert und erfahren im Umgang mit Brustkrebspatienten
Fazit:
Frauen mit Brustkrebs wünschen sich von einer Psychotherapie nicht nur „Symptomreduktion“, sondern echte menschliche Begleitung, Stärkung, Sinnfindung und praktische Hilfe im Alltag, die sich an ihren Bedürfnissen orientieren. Viele sehnen sich nach einem sicheren Raum, in dem sie ohne Maske sprechen und sich neu orientieren dürfen – auch, wenn der Weg schmerzhaft ist.
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